Kabelloser Strom - Die Zukunft der Energieversorgung?

09.03.2017


Disney Research hat ein Prototyp - System entwickelt, welches diverse Geräte in einem Raum drahtlos mit Strom versorgt. Das “Quasistatic Cavity Resonance for Ubiquitous Wireless Power Transfer“ System ist demnach in der Lage, Smartphones zu laden und Haushaltsgeräte mit Strom zu versorgen, unabhängig davon, wo sich die Geräte im Raum befinden.


Kabellose Energieübertragung mittels induktiver Nahfeldkopplung wird seit vielen Jahren verwendet, um elektrische Energie ohne Kontakt zu übertragen. Die bekanntesten Beispiele hierfür sind neben der Magnetschwebebahn die elektrische Zahnbürste oder vereinzelte Smartphone Ladegeräte.



Dennoch hört sich ein komplett kontakt- und kabelloses Energieübertragungsnetz für die meisten Menschen noch eher wie eine Szene aus einem futuristischen Film an. Tatsache ist jedoch, dass sich bereits Nikola Tesla vor mehr als hundert Jahren mit genau diesem Thema befasste.



Das Kernprinzip ist denkbar einfach: Empfänger-Geräte, welche sich im näherem Umfeld befinden, werden mittels induktiver und kapazitiver Kopplung über gewickelte Spulen vom Sender mit Strom versorgt – Für größere Reichweiten werden sich vom Sender elektromagnetisch-ausbreitende Wellen verwendet.

Mittels dieses Prinzips baute das Research Team des US-Giganten einen typischen Wohnraum als Testraum nach. In der Mitte dieses Raumes wurde eine Kupferstange aufgebaut, die Decke und der Boden wurden mit Platten aus Aluminium verkleidet. Ein Signal wurde außerhalb des Raumes erzeugt und mittels der Kupferstange an die Empfänger-Geräte weitergeleitet. Die erzeugten Wellen sollen laut Disney für den Menschen keine gesundheitlichen Folgen haben und nicht von Wänden, Türen oder offenen Fenstern beeinflusst werden.


Auch wenn die Technologie noch in den Kinderschuhen steckt liegen die Chancen, welche sich durch eine solche Energieübertragung ergeben würden, auf der Hand:

Sämtliche Kabel könnten ersetzt beziehungsweise abgelöst werden. Dies könnte neue Ebenen für das Design und die Funktionalität unserer Leuchten bedeuten. Aber auch in anderen Gebieten wäre bisher unmögliches möglich, so könnten zum Beispiel besondere Netzwerke aus Sendern und Empfängern aufgebaut werden, welche für einen dauerhaft geladenen Handy- oder Fahrzeug Akku sorgen. Es wird somit deutlich, dass das Prinzip der Energieübertragung, wie wir sie kennen revolutioniert werden würde.

Neben Disney arbeiten auch andere Firmen und Institutionen mit Hochdruck daran, diese Technologie zu erweitern und verfeinern. Diese Technologie bietet viel Potenzial, somit beobachten wir die weitere Entwicklung gespannt.

Das EU-Glühlampenverbot - Sind auch Sie betroffen?

05.03.2017


Ab September 2018 gilt das vom EU-Parlament verhängte Halogenlampen-Verbot.

Damit tritt die sechste Stufe der Ökodesign-Richtlinie der EU in Kraft, nach der besonders energieintensive Leuchtmittel seit September 2009 schrittweise vom Markt genommen werden.


Der Beschluss betrifft Leuchtmittel der Energieeffizienzklasse C und schlechter, das sind neben den Glühbirnen nun auch die so genannten Hochvolt-Halogenlampen. Der Hintergrund: Die Halogenleuchtmittel sind zwar 30 Prozent effizienter als die klassische Glühbirne, verbrauchen aber im Vergleich zu Energiesparlampen und LED-Leuchtmitteln noch deutlich mehr Strom bei einer wesentlich kürzeren Lebensdauer. Zwar ist der Gebrauch der Leuchtmittel noch zulässig, der Handel bereitet sich allerdings schon auf das Verbot vor und nimmt die Hochvolt-Halogenlampen im nächsten Jahr aus dem Sortiment. Restbestände dürfen allerdings noch abverkauft werden.



Was ist beim Umrüsten von Hochvolt-Halogen-Leuchten auf LED-Leuchtmittel zu beachten? Grundsätzlich sind zwei Varianten zu unterscheiden. Das Umrüsten auf Hochvolt-LEDs und das Umrüsten auf Niedervolt-LEDs.



Halogenlampen durch Hochvolt-LEDs ersetzen:

Vorhandene Hochvolt-Halogenlampen können durch Hochvolt-LEDs ersetzt werden, sofern die geeigneten Fassungen vorhanden sind. Das trifft für die G9-, GU10- und E14 bzw. E27-Fassungen zu. Hierbei ist zu beachten, dass die vergleichbare Lichtleistung der Leuchtmittel gewährleistet bleibt. Beim Umrüsten von Niedervolt-Halogenlampen auf Hochvolt-LEDs können nicht einfach die Leuchtmittel getauscht werden. Hierbei müssen auch die Fassungen ausgewechselt sowie Installationsmaterial wie Drähte, Kabelschutzrohre und Klemmen getauscht werden. Dies ist in der Regel nur im Werkstattbetrieb durch Fachpersonal möglich. Halogenlampen durch Niedervolt-LEDs ersetzen Der Umbau von Halogen auf Niedervolt-LEDs zieht einen Austausch der Trafos mit sich, da die Trafos in der Regel für eine stärkere Belastung ausgelegt sind. Wenn die minimale Ausgangsleistung von z. B. 20 Watt durch den LED-Einsatz unterschritten wird, ist ein Flackern der LED die Folge oder die LEDs bleiben aus. Der alte Trafo muss also durch einen LED-Treiber ersetzt werden. Falls die Trafos in der Leuchte verbaut sind, kann es beim Austausch an Platzproblemen scheitern, da die Trafos und Treiber eine unterschiedliche Größe haben. Auch hierbei ist ein Fachmann erforderlich.


Bleibt die Dimmbarkeit nach einem Austausch erhalten? Nicht jedes LED-Leuchtmittel ist dimmbar. Daher ist darauf zu achten, dass die eingesetzten LEDs für das Dimmen ausgelegt sind. Das Dimmen bietet Vorteile, da sich dadurch die Lebensdauer erhöht und die LEDs, im Gegensatz zu ihren Verwandten, nur so viel Strom verbrauchen, wie sie an Lichtleistung tatsächlich abgeben. Bei Niedervolt-LEDs muss auch der eingesetzte Trafo dimmfähig sein.

LED – Die Antwort auf alle Beleuchtungsfragen?

18.04.2016

Die Tage der Hochvolt-Halogen Leuchtmittel sind gezählt. Ab November 2018 werden diese Lampen vom Markt genommen. Was bedeutet das für den Einsatz in Kirchen und welche Leuchtmittel bieten sich zukünftig als Ersatz an?

Grundsätzlich gilt: Niedervolt-Halogenlampen, die neuen IRC-Halogenlampen und LED-Technik werden die Hochvolt-Technik ersetzen.  Aber auch in Zukunft können Hochvolt-Halogen Leuchten noch zum Einsatz kommen. Die Lampen sparen zwar nur etwa 30 Prozent Energie ein und die Leuchtmittel werden vom Markt genommen. Ihr Vorteil ist aber, dass sie in einem normalen Glühbirnen-Sockel oder einfachen Stecksockel verwendbar sind und kein Netzgerät benötigen. Der Leuchtmittelwechsel kann also bei Ausfällen problemlos von jedem Laien vorgenommen werden. Eine Halogenlampe erreicht im Schnitt etwa 2.000 Stunden (bis maximal 5.000 Stunden), bevor sie ersetzt werden muss, eine Leuchtstofflampe durchschnittlich etwa 18.000 Stunden. Und für die E27-Fassung oder die kleinere E14-Fassung (Beispiel Kronleuchter) werden inzwischen entsprechende LED-Lampen angeboten, sogenannte Retrofits.

Sie arbeiten bis zu 25.000 Stunden. Niedervolt-Halogenlampen sind zwar effizienter und sparen etwa 60 Prozent Energie bei gleicher Lichtmenge. Allerdings benötigen sie Vorschaltgeräte, die in der Decke, an einem Schienensystem oder in der Leuchte platziert werden müssen, um den Strom von 230 Volt auf 12 Volt zu transformieren. Die speziellen Fassungen erlauben nur den Einsatz dieser Leuchtmittel. Als Ersatz bieten sich die effektiveren, langlebigeren IRC-Halogenlampen an. Das ist die neueste Halogen-Entwicklung. IRC steht für Infra-Red-Coating. Die Leuchtmittel sind genauso klein wie Niedervolt-Halogenlampen, haben aber eine doppelt so lange Lebensdauer und liefern bei gleichem Verbrauch sogar doppelt so viel Licht wie eine Glühbirne. Eine LED benötigt dagegen nur etwa ein Viertel der Energiemenge einer Glühbirne, um dieselbe Lichtausbeute zu liefern, man spart also 75 bis 80 Prozent Strom. Ein weiterer Vorteil ist, dass LEDs ganz neue Leuchtendesigns ermöglichen, weil sie so klein sind und keine großen Schirme und Leuchtenköpfe mehr benötigen. 

Die Vorteile im Überblick:

  • Sie sind sparsam und werden in Zukunft immer effizienter.
  • Ihre Lebensdauer ist mit bis zu 50.000 Stunden um ein Vielfaches höher als die herkömmlicher Leuchtmittel. Das bedeutet für den Einsatz z. B. in Kirchen eine Haltbarkeit von Jahrzehnten. Entsprechend gering ist der Wartungsaufwand.
  • Sie bieten unterschiedliche Lichtfarben und farbiges Licht. Dazu lassen sich LEDs sehr gut dimmen und auch dynamisch ansteuern. In Verbindung mit einer Lichtsteuerung sind damit eine Voreinstellung und einfache Abfrage von Lichtszenen möglich.
  • LEDs emittieren gerichtetes Licht, d.h. das Licht kommt dort an, wo es gebraucht wird, z B. als Leselicht oder zur Akzentbeleuchtung und Gewölbeaufhellung.
  • LEDs zeichnen sich durch ein effektives Thermomanagement aus, das die Leitungswärme abführt. Das mindert den Verschmutzungsgrad einer Leuchte durch Staubentwicklung.
  • Sie erzeugen eine einheitliche Lichtfarbe und gleichmäßige Helligkeit. Alle Farbtemperaturen von 2.700 Kelvin (= Warmweiß) bis 6.500 Kelvin (= Kaltweiß) sind erhältich. Damit können sowohl eine warme Atmosphäre erzeugt werden wie auch gezielt besondere Wand- oder Glasfarben farbecht wiedergegeben werden.

LEDs haben eine lange Lebensdauer und fallen im Gegensatz zu herkömmlichen Lampen danach nicht aus. Allerdings altern auch sie: Dabei reduziert sich die Lichtleistung langsam, ohne dass sich der subjektiv empfundene Helligkeitseindruck merklich verändert. Nach Ablauf der angegebenen Lebensdauer leuchten LEDs aber noch immer mit etwa 70 oder 50 Prozent Leistung. Ihre Ausfallrate ist also bedeutend geringer als zum Beispiel bei Energiesparlampen.

Wie lange bleiben schöne Leuchten wirklich schön?

16.04.2016

Bei der Konstruktion und Fertigung unserer Leuchten hat die Langlebigkeit einen hohen Stellenwert. Deshalb legen wir besonderen Wert auf ein zeitloses Design und die hohe Qualität der verarbeiteten Materialien. Der Aufbau der Leuchten ist so konzipiert, dass sie leicht zu warten und zu pflegen sind. Denn regelmäßige Pflege muss sein, damit Sie über Jahrzehnte Freude an unseren Leuchten haben.

 

Schon bei der Montage der Leuchten sollten Sie daran denken, dass früher oder später ein Leuchtmittelwechsel notwendig wird. Die moderne LED-Technik kommt zum Glück bei gewöhnlichem Gebrauch ohne Leuchtmittelwechsel aus, da die Lebensdauer eines LED-Moduls nahezu unbegrenzt ist oder zumindest Jahrzehnte dauert. Dennoch kann man bei der Aufhängung zum Beispiel von Pendelleuchten eine zusätzliche Kabellänge berücksichtigen. Durch die geeignete Befestigung kann die Leuchte dann auf eine gut erreichbare Position herabgelassen werden, um die Leuchte warten zu können. Tipps zur Aufhängung geben wir Ihnen gerne auf Anfrage.

 

Auch wenn kein Leuchtmittelwechsel ansteht, empfehlen wir, die Metall- oder Lackoberflächen und Gläser etwa alle 3 Jahre von Verschmutzung zu befreien, damit sie ihre Attraktivität lange behalten. Je nach Verschmutzungsgrad genügt dazu meist ein mildes Reinigungsmittel oder ein Staubwedel. Vermeiden Sie aggressive Reiniger und Scheuermittel, die den Oberflächen schaden können.

 

Alle elektronischen Teile sind gut geschützt und robust verbaut. Dennoch sollten Sie beim Einsatz von Wasser umsichtig sein. Die Schirme und Zylinder unserer Leuchten lassen sich über wenige Schrauben einfach lösen und so leicht mit einem weichen Tuch feucht abwischen und trocken polieren. Bei Fragen zur Wartung und Reinigung können Sie uns gerne kontaktieren.